Die Körkommission des DSP traf in diesem Jahr eine ungewöhnliche Entscheidung, indem sie zwei zweieinhalbjährige Junghengste zu Siegern der DSP-Hengstkörung 2026 ernannte. Die Körung fand vom 21. bis 23. Januar 2026 in München statt.
Insgesamt wurde eine Kollektion von 56 dressurbetont gezogenen Hengsten präsentiert; 28 Hengste wurden gekört, 9 davon erhielten die Prämierung. Anstatt – wie es das Reglement vorsieht – einen einzelnen DSP-gezüchteten Sieger zu benennen, bog die Kommission die Regeln und kürte zwei Siegerhengste.
Die Vererber Feliciano, Floricello, Va Bene sowie der im niederländischen Besitz stehende Zackerey stellten jeweils zwei gekörte Söhne. Lediglich Zackerey und Feliciano konnten darüber hinaus jeweils einen Prämienhengst stellen.
Die beiden Siegerhengste waren der fuchsfarbene, westfälisch registrierte Sir Heinrich x Don Juan de Hus, gezogen von Erich Trogemann und im Besitz von Schulze-Averdiek Sportpferde, sowie der schwarze, DSP-registrierte Feliciano x San Amour, gezogen von Martin Niedermair und im Besitz der tschechischen Grand-Prix-Reiterin Ida Vávriková.
Die Bieter bei der Auktion im Anschluss an die Körung am Samstag, den 24. Januar 2026, ließen keinen Zweifel daran, welcher Hengst der eigentliche Publikumsliebling der Veranstaltung war: der Sir-Heinrich-Sohn. Er wechselte für 265.000 Euro in den Besitz von Monic Schmidheiny vom Gestüt von Bellin.
Der Feliciano x San Amour wurde für 56.000 Euro in die Niederlande verkauft.
Reservesieger wurde der hannoversch gezogene Juwel x Vitalis, gezogen von Lianne und Claus Fenske und im Besitz von Westhoff & Rothenberger. Der Fuchs stand nicht zum Verkauf, wird jedoch künftig in den Stall von René Tebbel wechseln.
Der spanische Pferdehändler Santiago Damil erwarb bei der Auktion zwei Prämienhengste: den westfälisch registrierten Dutch Dream x Benicio x Don Romantic, gezogen und im Besitz von Franz-Georg Ottmann, für 100.000 Euro, sowie den DSP-registrierten Total Hope x Feenkönig xx, gezogen von Gabriele Eder und im Besitz von Lukas Paulix, für 50.000 Euro.
Der deutsche Berufs-Dressurreiter Marcus Hermes begrüßt ebenfalls zwei junge Prämienhengste in seinem Stall: den Energy x Sezuan, der für 125.000 Euro verkauft wurde, sowie den Fusionist x Brentano II, gezogen von Verwold und im Besitz von Frederik Vekens, der 84.000 Euro erzielte. Beide Hengste wurden an derzeit noch unbekannte Käufer verkauft.
Der zweitteuerste Hengst der Auktion war der Prämienhengst Zackerey x Fürst Heinrich, gezogen und im Besitz des Pferdehändlers Heinrich Ramsbrock. Er wurde für 150.000 Euro an Gestüt Sprehe verkauft.
Der Prämienhengst Global Player x Floriscount, gezogen und im Besitz von Christian Wittlinger, erzielte mit 130.000 Euro den dritthöchsten Preis der Auktion und wechselte zu Gestüt Vorwerk.
Die Auktionspreise für gekörte, aber nicht prämierte Hengste blieben vergleichsweise moderat, während einige nicht gekörte Junghengste deutlich höhere Zuschläge erzielten.
Der teuerste nicht gekörte Hengst war ein Secret x Revolution, der für 71.000 Euro nach Frankreich verkauft wurde. Ebenfalls nach Frankreich wechselte ein Secret x Finest für 52.000 Euro.
Der nicht gekörte Fair Deal x Lahnstein erzielte 70.000 Euro und wurde in die Niederlande verkauft, während ein Toto Jr x Secret 67.000 Euro kostete.
Ein Franklin x Zoom erzielte 44.000 Euro, der Zalando x Fürstenball wurde für 40.000 Euro zugeschlagen.
Prämienhengste
Gekörte Hengste